Push-Hands-Treffen

Update 2019-10: Gerade ist das 81. Push-Hands-Treffen des DTB-Dachverbandes in der Region Hannover zu ende gegangen. Der Name ist Programm und inspiriert Praktizierende aus allen Himmelsrichtungen dazu, immer wiederzukommen - manche von den Ausbildern waren bereits bei über 20 Treffen dabei. Es war wiederum international durch Teilnehmende aus dem Ausland - diesmal China, Dänemark und Italien. Als großer Vorteil des Events wird immer wieder herausgestellt, daß sie integriert sind in die Fach-Fortbildungen des Taijiquan-Qigong-Dachverband DTB und der ihm angeschlossenen Organisationen. Themen der beliebten Veranstaltung waren diesmal Tuishou-Taktiken und Strategien nach der Yin-Yang-Philosophie, die Yang-Taijiquan-Prinzipien sowie ausgewählte Passagen aus den Taiji-Klassikern. Dazu zählte der oft falsch verstandene Vers "Vier Unzen bewegen tausend Pfund". Siehe Artikel Push-Hands-Treffen.

Push-Hands-Treffen - Abgrenzungen von Events anderer Anbieter

Es existieren in Deutschland keine einheitlichen, von allen Organisationen anerkannten Güte-Standards. Auch die Systematik und Methodik ist nicht einheitlich geregelt. Bei der Wahl der passenden Veranstaltung sollte man deswegen überlegt und planmäßig vorgehen, damit der Erfolg optimiert wird. Schon das Image des jeweiligen Veranstalters läßt Rückschlüsse zu auf die Gestaltung und die Zielsetzungen. Die Reputation der Dozenten ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. Auch bei der Internet-Suche sollte man berücksichtigen, daß die obersten Rankings oft den aktuellen Zeitgeist reflektieren. Das gegenwärtige Klima wird bestimmt von einer skurrilen Mixtur aus Infotainment, Mystik und Verheißung. Dieser "Eso-Spin" hemmt die innere Weiterentwicklung.

Zudem enthüllt Internet-Recherche eine Vielzahl unterschiedlichster Mängel und Defizite in der "Push-Hands-Community" angefangen von unzureichendem Verständnis der "Chinese-Martial-Arts-Internals" bis hin zu folkloristischen Interpretationen. Man kann von einem "Push-Hands-Syndrom" sprechen.

Oft genug drängt sich der Eindruck auf, Taijiquan-Kader bw. ihre Eliten wollten das "Tafelsilber" der "Wushu-Internals" für ihre Stilart als Alleinstellungsmerkmal reklamieren und anderen Kampfkünsten absprechen. Doch diese Masche, die u. a. von Yang Juns "International Yang Family Taijiquan Association" vertreten wird (s. Prüfungsfragen) verfängt nur bei allzu Blauäugigen, denn sie ist leicht widerlegbar. Auch ist deses Credo nicht sehr glaubwürdig, denn bei entsprechenden Duellen unterliegen die Taiji-Meister. Und die völlig absurde Steigerung kommt einem Armutszeugnis gleich: Bei Tuishou-Turnieren, wo Taiji-Meister unter sich sind, gewinnen diejenigen, die entgegen den überlieferten Prinzipien "Kraft gegen Kraft setzen". Siehe dazu die Video-Clips mit Mario Napoli in Chenjiagou.

Auch sekten-artige Gruppierungen unterminieren die Reputation der "Chinese Martial Arts" nachhaltig.

Die Push-Hands-Treffen des DTB-Bundesverbandes distanzieren sich von solchen Ansätzen und setzen sich ein für bessere Information und Aufklärung - niemand sollte sich in die Irre führen lassen! Ein zentrales Kriterium zur Abgrenzung gegenüber der Esoterik- und Sekten-Szene ist Offenheit, Transparenz und Unabhängigkeit.

Ähnliches gilt für eine Reihe weiterer Events. Siehe auch die Distanzierung zu den Hannoveraner-Meetings des Tai-Chi-Studios unter Leitung von Nils Klug: Das "Tai-Chi-Studio-Hannover" ist kein DTB-Mitglied sondern Ausbilder nach DDQT-Richtlinien. Diese AALL sind vom DTB-Dachverband nicht anerkannt. Somit sind auch Abschlüsse nicht ausreichend für DTB-Zertifizierungen. Studio-Leiter Herr Nils Klug ist kein Amtsträger im DTB-Dachverband.

Push-Hands-Ausbildung Hannover

Der Arbeitskreis "Push-Hands-Ausbildung Hannover" wurde unlängst gegründet mit dem Ziel die Treffen in der Nordheide mit Unterricht im nahegelegenen Hannover zu ergänzen. Dabei geht es um Partnerübungen des Yang-Stils und des Chen-Stils. Unterstützung kommt auch vom Hamburger Kompetenz-Team - es stellt die Trainer und Teilnehmer-Unterlagen. Auch Push-Hands-Online-Kurse sind Teil des Angebots. Räumlichkeiten werden noch gesucht für Zusatz-Wochenenden / Block-Module. Info: Tuishou: Push-Hands Ausbildung Hannover und Sung-Entspannung.

 

Push-Hands-Treffen - ein Überblick von Dr. Langhoff

Das Push Hands (Tui Shou) ist die bekannteste und wichtigste Partnerübung des Taijiquan und wurde von anfang an in allen Familien-Dynastien betrieben. Die Zwei-Personen-Sets bilden bis heute eine faszinierende Ergänzung zum Praktizieren der Solo-Formen. Und in der Tat hat das Training der "Klebenden Hände" viel zu bieten. Die am häufigsten genannten Ziele sind mehr innere Kraft / Resilienz und Belastbarkeit im beruflichen und privaten Alltag. Und so ist allerorten der Wunsch nach Treffen und Austausch groß.

Am wichtigsten für viele Interessierten ist naturgemäß der Zugang zu seriöser Information über derartige Veranstaltungen und die verantwortlichen Träger der Treffen. Jeder sollte wissen, daß der Anbieter-Markt hierzulande höchst intransparent ist.

Die gute Nachricht. Eine neue Allianz mehrerer namhafter Verbände unter der Ägide des DTB-Zentralverbandes bietet genau das, was viele Frustrierte suchen: Ideologie-Freiheit und Faktencheck als Grundlage sowie Alltags-Transfer des Erlernten. Die rege Nachfrage zeigt den weiterhin großen Bedarf. Grund genug, sich einmal detaillierter mit den Hintergründen solcher Veranstaltungen zu befassen.

Push-Hands-Treffen in Deutschland

Die über Jahrzehnte gewachsene Pushhands-Community ist in Deutschland gut organisiert und kommuniziert vorwiegend über die Socialmedia. Dort dominieren Aspekte von Kampfkunst und Kampfsport. Die oft vorherrschende Esoterik-Folklore von Vertretern von Heilslehren und Lobby-Verbänden stößt allerdings bei vielen Interessierten auf Ablehnung. Auch der DTB-Dachverband und seine bundesweite Schulungsstätte, das Tai Chi Zentrum Hamburg, distanzieren sich von diesen einseitigen Sehweisen. Sie vermitteln im Unterricht ein vertieftes Verständnis der Yin-Yang-Philosophie; dies wiederum erleichtert das Umgehen mit Konflikten in Alltag und Beruf.

Für Tuishou-Veranstaltungen gibt es in Deutschland ein breitgefächertes Spektrum höchst unterschiedlicher Events. Dazu gehören Turniere / Wettbewerbe ebenso wie Workshops und Austausch. Im Zentrum der Aktivitäten steht typischerweise der "Qi-Begriff", der besonders bei "Qi-Tests" und Pushhands-Demonstrationen wie eine unantastbare Monstranz vor sich hergetragen wird. Der DTB-Zentralverband bildet dazu ein bewährtes Korrektiv.

Push-Hands-Treffen des DTB-Dachverbandes

Das Besondere an den "Push-Hands-Treffen" des DTB-Zentralverbandes - es sind mittlerweile über 80 Events dieser Art - bringen die Teilnehmenden selber mit: Eine freie innere Einstellung und ganz unabhängig von den in der Szene gängigen Vorurteilen und Irrlehren. Anders gesagt: Magie und Mystik spielen bei den DTB-Treffen keine Rolle. Ganz im Gegenteil: Die "DTB-Community mit Weitblick" geht mit ihrer Offenheit für übergreifende Zusammenhänge entscheidend über das hinaus, was bei anderen Veranstaltungen geboten wird. Statt der Esoterik-Folklore und gestrigen Mantras von "Taijiquan als bester Kampfkunst" ist es der DTB-Bundesvereinigung ein Bedürfnis, den Blick über den Tellerrand traditioneller Einstellungen hinweg zu weiten.

Die bei anderen Veranstaltern von Push-Hands-Treffen offenbar nötigen Hinweise zur Einhaltung von Fairness und Anstand findet man bei den DTB-Treffen nicht - sie sind schlicht und ergreifend überflüssig und sollten überall selbstverständlich sein. Auch das anderswo übliche Show-Spektakel, Esoterik-Brimborium und Guru-Tum gibt es beim DTB nicht.

Internationale Push-Hands-Treffen Region Hannover

Die Push-Hands-Treffen sind integriert in die bundesweite Aus- und Fortbildung. Die offiziellen Abschlüsse sind Kursleiter / Übungsleiter, Lehrer, Profi und Ausbilder. Alle Block-Seminare sind als Lizenzverlängerung anerkannt und tragen seit 1992 das Prüfsiegel des Weiterbildung Hamburg ev. Veranstalter ist der DTB-Dachverband und mit der Gesamtleitung ist Dr. Stephan Langhoff vom Tai Chi Zentrum Hamburg ev betraut. Dr. Langhoff hat bereits über 80 Treffen geleitet. Seine Schüler kommen aus über 40 Ländern und bilden eine wahrhaft internationale Gemeinschaft (s. Tuishou-Treffen Deutschland). Der DTB-Ausbilder legt besonderen Wert auf den Alltags-Transfer des Lehrinhalts. Event-Beschreibung und Feedback hier: Push-Hands-Treffen. Kostenlose Tuishou-Downloads hier: Push-Hands-Treffen Hannover.

In der DTB-Lehrerschmiede Nordheide trainieren Lehrende und solche, die es werden wollen, viermal jährlich eine ganze Woche lang von früh bis spät (55 Zeitstunden). Mehr dazu hier: Ausbildung Hannover.

Stundenplan der Treffen (Intensivwochen 4 mal jährlich)

Bei gutem Wetter wird draußen auf der Wiese und der Terasse des Seminarzentrums trainiert. Bei schlechtem Wetter stehen uns diverse Seminar-Räume zur Verfügung. Während der Intensiv-Wochen wird bereits frühmorgens um 7 Uhr vor dem Frühstück die komplette Taiji-Form nach Yang Chengfu gelaufen. Den ganzen Vormittag über wird teils in Kleingruppen und teils im Plenum gearbeitet. Nach der Mittagspause
erfolgt von 14 Uhr bis 15.45 das "Freie Üben", bei dem jeder Teilnehmende teils für sich und teils in Kleingruppen das bis dahin Erlernte nachbereiten kann. Den Rest des Nachmittags werden Fragen durchgesprochen und weitere Themen behandelt. Nach dem Abendessen geht es bis 21 Uhr weiter - meist mit Nachbereiten des Lehrstoffs, mit Lernerfolgskontrollen und mit Video-Analysen incclusive oft erhitzter Debatten. Am Montag, dem Anreise-Tag, beginnt das Treffen offiziell erst um 14 Uhr und am Freitag, dem Abreise-Tag endet das Treffen mit dem gemeinsamen Mittagessen bereits um 12 Uhr. Aktuelle Updates und die Zahl der freien Plätze hier: DTB: Internationale Treffen, Eventkalender, Veranstaltungen.

Tuishou-Üben in der DTB-Community ganz ohne Esoterik-Ballast

In Kampfkunst-Foren und auf Treffen wird das Tuishou-Thema oft ohne den eigentlich nötigen Realismus behandelt. Guru-Nimbus, Wude-Moralkodex und Wushu-Dogmen sind in der esoterisch dominierten Szene weitverbreitet. Ihre Protagonisten folgen ihren chinesischen Meister und hegen vielfältige Ressentiments gegen nüchterne Faktencheck-Überprüfung ihrer Credos. Quelle: http://www.tai-chi-meister.de/.

Eine ganz andere Atmosphäre herrscht auf den Seminaren der DTB-Bundesvereinigung für Taijiquan und Qigong. Ihre Mitglieder bilden eine "Community mit Weitblick", weil sie nicht der traditionellen Weltsicht chinesischer Taiji-Qigong-Dynastien verhaftet ist. Im DTB-Unterricht wird vieles offen diskutiert, was man in anderen Vereinigungen - aus politischer Korrektheit - oft nicht ansprechen darf. Dokumentation: Tuishou / Pushhands im Yang-Stil-Taijiquan und DTB-Foren: Pushhands Yang-Family-Taijiquan.

Push-Hands-Treffen - Planungen

Push-Hands-Treffen: Tuishou-Planungen 1Push-Hands-Treffen: Tuishou-Planungen 2Dr. Stephan Langhoff und Schülerin Xu Shanhong besprechen Planungen für die Kurse der nächsten Treffen. Beide wurden früher von Meister Yang Zhenduo unterrichtet. Meister Yang bezeichnete damals Dr. Langhoff als "einen seiner besten Schüler" und lobte dessen Engagement, Einsatz und Eifer für Veranstaltungen mit ihm in Hamburg. Mehr zur jüngeren Historie des Yang-Family-Taijiquan hier: Meister Yang Zhenduo.

 

Push-Hands-Treffen Berlin, Osnabrück, Haßfurt, Süddeutschland ...

Die Treffen in Haßfurt, Osnabrück, Berlin und Süddeutschland /WCTAG sind vom DTB-Dachverband nicht anerkannt. Das bedeutet, daß Workshops, Seminare und Kurse nicht zertifiziert werden können. Gleiches gilt auch für die Push-Hands-Treffen in Hannover von Veranstaltern, die keine DTB-Mitglieder sind.

Sanshou (Freie Hände) und Sanda (Freikampf) - Update Dr. Langhoff

"Tuishou" wird oft definiert als Gegensatz zum "Sanshou (Free Hands / Freie Hände)". Sanshou als "Sanda (Freikampf) soll angeblich zu den "Äußeren Kampfkünsten" zählen. Man erkennt also auch hier den Rückfall auf das gleiche Esoterik-Strickmuster". Im modernen Wushu kennt man es meist unter der Bezeichnung Sanda „freier Kampf“). Modernes Sanshou / Sanda enthält traditionelle chinesische Kampfkunst und Selbstverteidigung. Hinzugekommen sind auch Elemente anderer Systeme. Sanda enthält Tritte, Schläge Würfe / Takedowns / Sweeps und Grappling (Hebel, Würgegriffe etc). Ich persönlich interpretiere "Freie Hände" als technischen Gegenpol zu "Klebende Hände", denn sie kommen ohne vorherigen Kontakt zum Partner aus und vermeiden die Einschränkung des "Klebens" bzw. "Schiebens". Nach vielen Jahrzehnten mit sportlicher Freikampf-Praxis macht eine Entweder-Oder-Festlegung auf "Tuishou" oder "Sanshou" überhaupt keinen Sinn. Fazit: "Sanshou" kann nicht als Erklärungsmuster für "Tuishou" dienen.

DALÜ - das "Große Ziehen

Eine sehr inspirierende Variante in der Tuishou-Systematik ist "das große Ziehen". Bekannt gemacht wurde das Dalü u. a. durch Bücher / Fotos von Yang Chengfu und Videos von Fu Zhongwen. Es handelt sich um eine recht dynamisch-rythmische Partnerübung, die mit Schritten ausgeführt wird. Für die Schrittfolgen gibt es mehrere Varianten, die sich auch hinsichtlich der Strategien und Wirkprinzipien unterscheiden. Gute Lehrer sollten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Haupt-Varianten dieser Kampfkunst-Formalisierung kennen. Das "Große Ziehen" ist Teil der Lehrer-Ausbildung des Dt. Taichi-Bundes. dazu zählen: Anleitungen, Bücher, Literatur, DVDs: Dalü-Techniken bei Vereinen, Studios, Dojos, Physiotherapeuten, Antiaggression. Bei dieser speziellen Partnerübung des Push Hands werden vier Grundtechniken angewendet: CAI (Ziehen), LIE (Spalten), ZHOU (Ellenbogenstoß) und KAO (Schulterstoß). Updates, Terminkalender und Zahl der freien Plätze hier: Dalü.


Der Autor dieses Beitrags ist DTB-Ausbilder Dr. Langhoff. Der Dan-Träger unterrichtet Push Hands in Hamburg und im Block-Unterricht auf deutschland-weiten Treffen. Er hat 50 Jahre Erfahrung mit östlichen Künsten und beschreibt hier das Push-Hands (chines. Tuishou) in Forschung, Unterricht und Lehre. Quelle: Fajin-Entladung..

 

 

Ziel ist auch die Verbesserung der Tai Chi Szene Taiji Szene / Qigong Szene durch beständige Fortbildung./font>

 

 

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